Zu dieser Ausgabe
Ernst Weyden (1805–1869) war Lehrer an der Höheren Bürgerschule in Köln und Schriftsteller; in seinem Buch „Cölns Vorzeit“ erschien 1826 die Geschichte von den Heinzelmännchen zu Köln zum ersten Mal gedruckt. „Köln am Rhein vor fünfzig Jahren“ erschien 1862 bei M. DuMont-Schauberg, hervorgegangen aus einer Folge von Skizzen im Feuilleton der Kölnischen Zeitung. Weyden schildert das Köln seiner Kindheit um 1812, in der Franzosenzeit: Thore, Mauern und Rheinufer, das Leben auf den Straßen und in den Häusern, Kinderzeit und Kinderspiele, Kleidung, Essen und Trinken, Feste, Fastnacht und Vergnügen, Kunst und Wissenschaft bis zu Ferdinand Franz Wallraf. Das Buch ist gemeinfrei.
Frank Kemper hat das Buch 2022 aus der Frakturschrift in heutige Schrift übertragen. Der Text folgt dem Original, auch in Rechtschreibung und Zeichensetzung des 19. Jahrhunderts; die kölnische Mundart steht so, wie Weyden sie geschrieben hat. Im Original stehen die „Historischen Andeutungen und sprachlichen Erklärungen“ gesammelt am Ende des Buches. In dieser Ausgabe stehen sie gleich bei der Stelle, zu der sie gehören, etwa die Abschnitte zur Geschichte der Protestanten und der Israeliten in Köln oder zur Rechtspflege der freien Reichsstadt; nur Weydens Liste der Wörter aus anderen Sprachen bildet den Anhang. Die Zwischenüberschriften sind die Stichworte, die Weyden jedem Kapitel voranstellt; sie stehen hier über den Abschnitten, damit man sich in dem Buch zurechtfindet. Für diese Ausgabe wurde der Text 2026 noch einmal mit Hilfe von KI auf Lesefehler der Übertragung durchgesehen (etwa „Heumarkkt“ statt „Heumarkt“); jede Änderung wurde einzeln geprüft, alte Schreibweisen blieben stehen.
Dies ist ein historischer Text, der nicht verändert wurde, um seine Authentizität nicht zu gefährden.
Das Titelbild ist ein Ausschnitt aus dem Gemälde „Kölner Rheinufer“ des englischen Malers Clarkson Stanfield (um 1826, Kölnisches Stadtmuseum), das Köln wenige Jahre nach der von Weyden geschilderten Zeit zeigt; es ist ebenfalls gemeinfrei. Das Original von 1862 hat keine Abbildungen.
Diese Ausgabe ist frei: Sie darf ohne Einschränkung gelesen, weitergegeben, gedruckt und bearbeitet werden. Online lesen und herunterladen: share.frank-kemper.com